Wie alles begann:
Mountainbiken war für uns nie einfach nur ein Sport.
Es war immer ein Grund, Zeit miteinander zu verbringen. Die meisten von uns kennen sich schon seit vielen Jahren, waren befreundet und haben gemeinsam die unterschiedlichsten Abenteuer erlebt, lange bevor wir überhaupt auf Mountainbikes unterwegs waren.
Mit der Zeit wurde das Mountainbike zu einem immer größeren Teil unseres Lebens. Wir organisierten Touren, verbrachten Bikeurlaube zusammen und engagierten uns bei Veranstaltungen. Dabei lernten wir viele Menschen kennen und sammelten unzählige Erfahrungen, schöne, aber auch solche, die uns zum Nachdenken brachten.
Immer wieder saßen wir nach einem Ride zusammen und stellten fest, dass uns Mountainbiken manchmal keinen Spaß machte.
- Nicht wegen der Trails.
- Nicht wegen des Wetters.
- Und auch nicht, weil eine Gruppe fahrerisch zu unterschiedlich war.
Sondern weil der Vibe nicht stimmte.
Wir haben erlebt, wie Menschen sich auf dem Trail fehl am Platz fühlten. Weil sie langsamer unterwegs waren. Weil sie einen Abschnitt lieber schoben. Weil Frauen sich immer wieder beweisen mussten. Oder weil die Infrastruktur nicht an alle gedacht hatte.
Gleichzeitig gab es aber auch diese Momente, die uns gezeigt haben, wie Mountainbiken sein kann.
Beim WE ARE MOUNTAINBIKE Rideout im Rahmen der Crankworx Innsbruck kamen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen – Frauen, Adaptive Rider:innen, queere Mountainbike-Begeisterte und viele weitere. Dort lernten wir auch Jojo kennen und merkten zum ersten Mal ganz bewusst, wie viel entstehen kann, wenn Menschen einfach gemeinsam biken, statt sich miteinander zu vergleichen.
Den endgültigen Anstoß gab uns ein gemeinsamer Bikeurlaub Anfang 2026.
Noch nie war eine Gruppe fahrerisch so unterschiedlich. Und trotzdem waren sich am Ende alle einig: Es war einer der besten Bikeurlaube überhaupt.
Nicht, weil alle gleich gefahren sind.
Sondern weil alle füreinander da waren.
Spätestens da wurde uns klar:
Es geht nicht darum, wie gut jemand Mountainbike fährt. Es geht darum, mit wem man fährt.
Zur gleichen Zeit wurde deutlich, dass Projekte wie enduro.tirol in ihrer bisherigen Form immer schwieriger weiterzuführen waren. Nach vielen Gesprächen, unzähligen Ideen und einem Abend, an dem aus Frust plötzlich Motivation wurde, stand fest:
Wir machen das jetzt.
Nicht einfach den nächsten Verein.
Sondern eine Community.
Einen Ort, an dem Menschen gemeinsam Mountainbiken erleben, voneinander lernen und den Sport Schritt für Schritt weiterentwickeln können.
Ein Verein war für uns dabei die richtige Form. Nicht wegen der Bürokratie, sondern weil wir überzeugt sind, dass wir gemeinsam mehr bewegen können, in der Zusammenarbeit mit Bikeparks, Verbänden, Marken und vor allem mit den Menschen, die unsere Werte teilen.
Heute erinnert uns jede gemeinsame Ausfahrt daran, warum wir diesen Weg eingeschlagen haben.
- Wenn jemand zum ersten Mal einen Trail meistert.
- Wenn aus Fremden Freundschaften werden.
- Wenn jemand den Mut findet, etwas auszuprobieren, das er oder sie sich lange nicht zugetraut hat.
- Oder wenn wir gemeinsam daran arbeiten, den Mountainbike-Sport ein Stück rollbarer zu machen.
Genau dafür gibt es Rollable Collective.
Und wir haben gerade erst angefangen.